FreeBurmaUm gegen das Militärregime in Burma und seine Methoden wie es gegen die Demonstranten und Mönche vorgegangen ist zu protestieren, wird am kommenden Donnerstag den 4. Oktober zum weltweiten Blog-Protest aufgerufen. Mitmachen kann jeder der einen Blog oder Webseite betreibt.

Im offiziellen Pressetext heisst es:

Free Burma – weltweiter Aktionstag am 04. Oktober 2007

Blogger und Webmaster aus aller Welt bereiten einen Aktionstag zur Unterstützung der friedlichen Revolution in Burma vor. Sie wollen ein Zeichen für den Frieden setzen und den Menschen, die ihr grausames Regime ohne Waffen bekämpfen, ihre Sympathie bekunden. Daher werden am 4. Oktober zahlreiche Blogger ihre Tätigkeit einstellen und nur einen oder mehrere Artikel über Burma veröffentlichen. Zahlreiche Blogger und Webmaster aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, Polen, den USA, Frankreich und zahlreichen anderen Ländern haben sich gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen.

Als Grundlage für ihr Zusammenleben sehen sie die Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948. Gemeinsam wurde diese Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Seither gilt dies als ausdrückliches Bekenntnis zu den Menschenrechten. In den letzten Tagen ist genau dieses Bekenntnis wieder gefordert. Die Vereinten Nationen müssen gemeinschaftlich die Gewalt und die Unterdrückung in Burma verurteilen. Passiert ist dies bisher nicht. Dagegen sprechen wirtschaftliche Interessen einzelner Mitglieder der UN. Wirtschaftliche Interessen blockieren die gemeinsame Verurteilung der Taten der Militärdiktatur in Burma. Friedlich demonstrierende Menschen werden niedergeschlagen und ermordet. Mit allen Mitteln wird versucht den friedlichen Protest gewaltsam zu unterbinden und den Informationsfluss nach draußen zu verhindern, damit die Welt nichts mehr wahrnimmt. Und trotzdem dringen immer wieder Informationen nach außen. Nicht zuletzt, weil mutige Menschen im Land über die Ereignisse berichten und sich damit in Lebensgefahr bringen. Sie leben in Todesangst und müssen jederzeit damit rechnen, dass Sie verhaftet und verschleppt werden. Genau mit diesen Menschen will die internationale Blogosphäre ihre Solidarität bekunden.

Wir wollen mit dieser internationalen Aktion ein Zeichen setzen! Wir verachten die Gewalt und den Terror in Burma. Wir setzen uns ein für die, die aufgrund ihrer Meinung unterdrückt werden und wir solidarisieren uns mit den Menschen, die für ihr Recht demonstrieren. Wir fordern die Vereinten Nationen auf, die Gewalt zu verurteilen. Wir möchten die Bevölkerung für dieses Thema sensibilisieren und fordern, dass niemand die Augen vor diesen Grausamkeiten verschließt. Wir wollen Freiheit und Frieden für Burma.

Der Aktionstag wird unter der URL http://www.free-burma.org geplant und koordiniert.

Ich werde mich am 4. Oktober diesem Protest anschließen, und nur einen einzigen Post mit einem roten Banner “Free Burma” Veröffentlichen. Ich hoffe daß die Resonanz an diesem Tag sehr groß ist und ein weltweites Zeichen gegen Gewalt und Willkür gesetzt wird.

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4 Antworten zu “Aktion Freies Burma – Stummer Blog-Protest gegen Gewalt und Willkür”
  1. Die Burma-Aktion ist verlogen, denn bis vor wenigen Tagen hat sich niemand für das Land interessiert. Wenn Farbige in Afrika in ungleich größeren Massen zusammengeschossen werden, interessiert das hier keine Sau.Anders ist das bei exotisch gewandeten Mönchen, die dazu noch die neue Schicki-Micki-Religion der Intellektuellen, den Buddhismus vertreten. Ich habe den Eindruck, die Blogger mißbrauchen die freiheitskämpfenden Burmesen, um ihre eigene Bedeutung als politische Aktivisten demonstrieren zu können. Und in eine solche Aktion klinke ich mich gern für eigene Interessen ein.

    Wer sich für Freiheit in Burma einsetzt, sollte auch über das demokratische Niveau in Deutschland nachdenken. Es werden bei uns nationale Aktivisten wegen Volksverhetzung ( §130 STGB) zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der § 130 STGB ist der Kern der Demokratiegefährdung in Deutschland, da er die für eine Demokratie hoher Qualität nötige Meinungsfreudigkeit hierzulande behindert. Wer Angst hat, bei einem falschen Wort ins Gefängnis zu kommen, verzichtet gleich ganz aufs Reden. Ich würde mich freuen, wenn Blogger sich nicht nur für Freiheitsrechte im fernen Ausland einsetzen, sondern auch bei uns für eine möglichst umfassende Meinungsfreiheit eintreten.

  2. Polen Joe sagt:

    Ich fand die Aktion auch albern. Kein Mensch wußte vorher wo Burma liegt und auf einmal soll man einen protest machen. Das ist doch völlig unglaubwürdig. Das ist wie früher die Schülerdemos, wo man auch nicht wußte, weswegen eigentlich – und nur mitgemacht weil man schulfrei hatte …

  3. gegen gewalt sagt:

    Es haben wirklich sehr sehr viele Blogger mitgemacht. Auch einer von meinen Freunden hat hier mitgewirkt. Nur weil vorher keiner wusste wo Burma liegt sollte man nicht solidarisch sein? Das Argument verstehe ich nicht.

  4. Klammeraffe sagt:

    Solche Aktionen finde ich gut. Sie erregen aufsehen. Aber ob sie wirklich den Menschen helfen können? Wer kann etwas gegen dieses Militär tun?

  5.  
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